Manuel Ruep
Konditions- und Athletiktraining aus Leidenschaft
20+ Jahre internationales Strength & Conditioning auf höchstem Niveau. Von der Bundesliga über die Hockey-Nationalmannschaft bis zu Olympioniken — ich helfe Athleten, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Was mich antreibt
Mein Weg zum Athletiktrainer war kein klassisch vorgezeichneter. Ich habe mich schon immer für alles rund um Leistungsverbesserung interessiert — Training, Ernährung, Schlaf, mentaler Zustand, Lebensstil. Nicht isoliert, sondern als System. Durch internationalen Austausch, besonders im anglo-amerikanischen Raum, habe ich ein eigenes Denkgerüst entwickelt, das evidenzbasiertes Wissen mit funktionaler, sportspezifischer Trainingspraxis verbindet.
Das Berufsbild des professionellen Konditions- und Athletiktrainers war lange gesetzlich nicht geschützt — heute gibt es zumindest Lizenzen. Trotzdem fehlen oft verbindliche Qualitätskontrollen. Genau deshalb ist mir wichtig, stets auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu sein — und nicht der 08/15-Trainer zu werden, der an der Oberfläche bleibt. Mein Anspruch: Komplexität verstehen, Methoden hinterfragen, ständig besser werden.
Mit diesem Blog möchte ich den Austausch unter Interessierten fördern — über klassische Grundlagen genauso wie innovative Trends. Gerade wenn es kontrovers wird, können Ideen abgesichert oder weiterentwickelt werden.
Stationen
Aufbau eines LTAD-Programms von Grund auf für die neu gegründete SLR Academy. Alters- und sportspezifische S&C-Programme, Periodisierung, Return-to-Performance-Protokolle. Mehrfacher Deutscher Meister mit dem 1. Herren- und Damenteam (Herren 2023, 2024 / Damen 2023, 2025).
Strategische Performance-Unterstützung auf Weltklasse-Niveau. Ergebnis: 2 Europameistertitel 2023 (Herrendoppel & Mixed, Mark Lamsfuß) und WM-Bronze im Mixed.
Physische Vorbereitung im Olympia-Zyklus Tokio 2021. Ca. 150 Tage im Jahr unterwegs, Aufbau von Team- und Leistungskultur in einer jungen Mannschaft.
S&C-Abteilung von Null aufgebaut, Team von 5 Coaches geleitet. Erster Deutscher Meistertitel des Clubs (2017), mehrere EHL-Top-3-Platzierungen.
Aufstieg in die 1. Bundesliga begleitet. LTAD-Systeme über alle Altersklassen hinweg mit Fokus auf Female Athlete Development.
Performance-Programme für Erst- und Zweitliga-Basketball. Unter den Spielern: Danilo Barthel und Paul Zipser — später Profis und Nationalspieler.
Training chinesischer Spitzenathleten in Tischtennis, Gewichtheben, Schwimmen und Leichtathletik.
Greatest Hits
- S&C Coach of the Year 2018 — Athletiktrainer Award
- Deutscher Meister Hockey — Mannheimer HC 2017
- 3. Platz European Hockey League 2019
- Aufstieg 1. Bundesliga — TSG Hoffenheim Frauen
- Mehrfacher Deutscher Meister Golf — St. Leon-Rot (Herren 2023, 2024 / Damen 2023, 2025)
- 2× Europameister Badminton 2023 (Herrendoppel & Mixed)
- WM-Bronze Mixed Badminton 2023
- Internationaler Konferenz-Speaker für Strength & Conditioning
Ausbildung
- Master of Arts (M.A.) — Sportwissenschaft, Prävention & Rehabilitation, Philosophie, Universität Heidelberg (Abschluss mit Auszeichnung)
- DOSB-Athletiktrainer — Deutsche Trainerakademie Köln (Bestnote)
- EXOS Performance Specialist — EXOS, Peking 2014
- Functional Medicine — MITOCARE, München 2023–2024
Mein Weg — die lange Version
Als Jugendlicher wollte ich mich nicht für eine einzige Sportart entscheiden. Leichtathletik, Schwimmen, Fechten — ich suchte immer nach der idealen Verbindung. Schon früh holten Trainingskollegen aus verschiedenen Sportarten Tipps bei mir oder ließen sich komplette Pläne zusammenstellen. Über den Buchhandel meines Vaters hatte ich quasi unbegrenzten Zugang zu sportbezogener Literatur. Ende der 1980er hatte ich alles verschlungen, was auf dem deutschsprachigen Markt zu Konditionstraining und Trainingslehre existierte.
Mit 17 ging ich für ein Jahr nach Australien. Das australische Sport- und Schulsystem erweiterte meinen Horizont — und der Zugang zu englischsprachiger Fachliteratur veränderte alles. Australien war für mich der Himmel auf Erden. Diese sportbegeisterte Nation ließ mich davon träumen, was mit Sport alles zu erreichen ist.
Zurück in Deutschland machte ich Abitur — bewusst kein Sportabitur, weil ich damals noch überzeugt war, mein schönstes Hobby nicht zum Beruf machen zu wollen. Stattdessen arbeitete ich als Croupier in einer Spielbank. Die freien Vormittage nutzte ich zum ausgiebigen Training. Meine Trainingspartner und ich testeten systematisch Methoden aus der Literatur und vom Hörensagen. Immer wieder bekam ich den Rat: Mach das beruflich.
Also studierte ich zunächst... Volkswirtschaftslehre und Sinologie. Ein Stipendium brachte mich für ein Jahr nach Peking. Für mich als Kampfsportler ging ein Traum in Erfüllung: Dreimal die Woche fuhr ich mit dem Fahrrad quer durch die Stadt, um an einer der renommiertesten Kampfkunsthochschulen zu trainieren — bei Wind und Wetter, zwei Stunden nach traditioneller Art. Dort beobachtete ich den Widerspruch zwischen Tradition und modernen Trainingswissenschaften. So festigte sich meine Überzeugung: Es gibt nicht nur einen wahren Zugang zur Leistungssteigerung.
Danach: Wehrdienst. Ich entschied mich für die Fernspäher — die härteste mentale und physische Probe, die ich mir vorstellen konnte. Nach der Grundausbildung wurde ich in die Fernspähkompanie der Kommando-Spezialkräfte in Calw versetzt. Sport und Fitness waren hier tägliches Brot. Und hier fiel endgültig die Entscheidung: Sportwissenschaft studieren.
Im Studium — Sportwissenschaft, Prävention & Rehabilitation, Philosophie — absolvierte ich zahlreiche Zusatzausbildungen und arbeitete in der Sporttherapie (Orthopädie, Innere Medizin, Psychiatrie). Danach ging es in die Schweiz, wo ich für eine private Trainingseinrichtung Sportler schneller machte — unter ihnen auch Olympioniken.
Nach der Rückkehr begann die freiberufliche Karriere in Deutschland: USC Heidelberg (Basketball, ab 2008), TSG 1899 Hoffenheim Frauen (ab 2012) — und dann ging es Schlag auf Schlag weiter.
Kontakt
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E-Mail: ruep@athletikcoach.com
Telefon: +49 (151) 524 83371